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Das Checker-Taxi Der Hauptdarsteller, der sich als gelber Faden durch unser Buch zieht, ist ein Original-Checker-Taxi, Typ A-11, Baujahr 1976 und gehört zu den wenigen gut erhaltenen Exemplaren, die heute noch existieren. Aufgrund der hohen Meilenleistungen - New Yorker Taxis legen pro Jahr mindestens 120 000 Meilen auf schlaglochübersäten Strassen zurück und der Tatsache, dass es seit 1982, als die Checker Motors Corporation die Serienproduktion einstellte, keinen Nachschub mehr gibt, haben die meisten Checker-Taxis mittlerweile das Zeitliche gesegnet. Aus diesem Grund handelt es sich bei vielen restaurierten "Taxis" um konvertierte Zivilmodelle. Marathons (A-12 oder radstandverlängerte A-12 E) also, die gelb gespritzt und nachträglich mit Taxi-Zubehör, wie Aufkleber, Leuchtschild auf dem Dach und Taxameter ausgestattet wurden. Mein Auto hatte, als ich es übernahm nur "jungfräuliche" 90 000 Meilen auf der Uhr. Es sah deshalb so gut aus, weil es einst nicht von einem Taxifahrer, sondern von der amerikanischen Regierung neu gekauft worden war. Das New Yorker Büro der DEA (Drug Enforcement Agency) spürte damit verdeckt, sprich under cover Drogendealer im Big Apple auf und jagte sie. Agent 1 war Fahrer, Agent 2 sass hinten und spielte Passagier. Der Regierungseinsatz hat diesem Wagen zu einer weiteren Besonderheit verholfen. Er ist eines der ganz wenigen Taxis mit einem 245 PS starken 5,7 Liter-Achtzylinder-Chevy-Motor, der normalerweise nur für die zivilen Checker-Modelle auf Wunsch und gegen Aufpreis erhältlich war. Ausserdem war das Auto gleich mit zwei Klimaanlagen ausgestattet, vorne und hinten, sowie dem robusten General Motors Turbo Hydra-Matic 400-Getriebe, das auch bei Cadillac, Rolls Royce, Ferrari und Jaguar zum Einsatz kam. "Echte" Taxifahrer zogen den sparsameren Chevy-Sechszylinder-Reihenmotor vor. Natürlich ohne Air Condition, da diese nur unnötig Sprit verbraucht und dadurch den Gewinn geschmälert hätte. 1992 ersteigerte ein Autohändler das flotte Taxi während einer Regierungsauktion und verkaufte es kurz darauf mit Gewinn an einen Privatmann aus New Jersey weiter. Dieser vermietete unser Auto für Film- und Fotoaufnahmen im Big Apple, was dazu führte, dass der Wagen in diversen Fernseh- und Kinofilmen, die in New York spielten, zum Einsatz kam. Im August 1999 erfuhr ich beim Surfen im Internet von den Verkaufsabsichten des aktuellen Besitzers. Der Preis war hoch und zwischen mir und dem Auto lagen viele tausend Quadratmeilen Atlantik. Aber nach neun Jahren Suchen hatten ich genug und schlug zu. Per E-Mail wurde der Kauf nach Erhalt und Sichtung einer Handvoll unscharfer Polaroid-Fotos bestätigt. Seit Januar 2001 ist das Taxi in Kapstadt, wo es Anfang 2004 einer Totalrestaurierung unterzogen wurde. Hier klicken, um einige Trip-Fotos anzusehen!
Checker-Restaurierung
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